Sa
24
Jul
2010
Nina B. aus Köln ist gerade mal 10 Jahre alt, aber ihr Lebensweg ist schon vorgegeben. Denn mit dem Ende der vierten Klasse erhielt sie von ihrem Klassenlehrer eine Empfehlung für eine
weiterführende Schule: „Die Schülerin erfüllt die Voraussetzungen zum Besuch einer Hauptschule.“
Mehrere Studien haben ergeben, dass das Stellen einer derartigen Prognose in diesem Alter zu früh ist und sich etwa 40% solcher Schulempfehlungen später als falsch erweisen werden. Zudem werden
nachweislich Kinder aus sozial schwächeren Familien benachteiligt. Denn – ob bewusst oder unbewusst – lassen die Grundschullehrer bei ihren Empfehlungen die soziale Herkunft der Kinder mit
einfließen: Akademikerkinder auf’s Gymnasium – sozial Schwächere auf die Hauptschule. Leider ist ein späterer Wechsel auf die Realschule oder gar das Gymnasium in der Realität oft nicht möglich.
Wo bleibt da die Chancengleichheit?
Schon seit Jahren fordert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine längere gemeinsame Grundschulzeit mit dem Argument, dass das aktuelle System nicht mehr
den heutigen Bildungsstandards entspreche und im Vergleich mit den Schulsystemen der EU-Nachbarn veraltet sei.
In diesem Zusammenhang tobte in Hamburg bis zum vergangenen Sonntag ein erbitterter Kampf. Ein Kampf des Hamburger Aktionsbündnis „Wir wollen lernen“ gegen eine Verlängerung der Grundschulzeit
von vier auf sechs Jahre. Dabei hatten sich diesmal alle ins Parlament gewählten Parteien für eine Schulreform eingesetzt, um durch das längere gemeinsame Lernen vor allem leistungsschwächeren
Schülern mehr Chancen zu geben. Doch den Reformgegnern, meist gut situierten Eltern, ist scheinbar eine Eliteförderung wichtiger als ein gerechtes Bildungsangebot für alle Kinder: „Weil wir dafür
sind, dass die Kinder früher separiert werden, für ein leistungsorientiertes Schulsystem“, wetterte eine Reformgegnerin. 54 % genau dieser Eltern sind zur Wahlurne gegangen und haben abgestimmt,
lediglich 27 % der Eltern, deren Kinder womöglich von der Reform profitiert hätten, haben ihre Stimme genutzt. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses jubelten die Reformgegner in die Kameras „Ein
großer Tag für die Demokratie!“ – Aber ist das wirklich ein Sieg für die Demokratie? Hat hier wirklich DAS Volk entschieden? Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten.
Quelle: http://daserste.ndr.de/panorama/
So
16
Mai
2010
Die Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e.V. ist ein Verein, der das Ziel verfolgt, "Bildung und Erziehung der Jugend zu fördern'' (http://www.jugend-und-bildung.de/webcom/show_article.php/_c-25/i.html ,§2.1, Stand 16. 5.2010). Auf der Homepage, die sich besonders an Lehrer richtet, ist es möglich, kostenlose Unterrichtsmaterialien zu downloaden, und diese auch im Unterricht zu verwenden.
Laut Satzung ist der Verein "selbstlos tätig'' und "gemeinnützig''. Wenn man sich allerdings die Arbeitsblätter anschaut, wird deutlich, dass diese nicht gerade neutral sind. Ein gutes Beispiel ist etwa das Arbeitsblatt "Pro und Kontra Kernenergie'', dass man unter http://www.kernfragen.de/kernfragen/documentpool/unterrichtsmaterialien/AB_Kernenergie_Pro_Kontra_K7.pdf selbst anschauen kann.
Dieses Arbeitsblatt, dass sich an Schüler der Sekundarstufe I richtet, wurde etwa vom Informationskreis KernEnergie herausgegeben, einem Lobbyverband der Atomindustrie. Warum gibt sich ein "gemeinnütziger Verlag'' nun für Lobbying her? Sobald jemand nun von dieser Internetseite kostenpflichtiges Material bestellen will, tritt er mit dem Universum Verlag GmbH in Kontakt, welche zu 50% der FDP gehört. Weitere Inhaber ist die Media Holding von Siegfried Papst, einem langjährigen FDP-Mitglied. Für die FDP lohnt sich folglich die Sache doppelt: Einerseits profitiert sie ökonomisch vom Verkauf, andererseits werden Schüler in Kritischen Fächern wie Politik, Geschichte oder Sozialkunde mit Material von Interessenverbänden in Kontakt gebracht und so indoktriniert.
Die Universum-Verlagsgruppe schlägt dabei Kapital aus dem Mangel an aktuellen Unterrichtsmaterialien, die sich aus den Kürzungen der Bildungsposten ergeben. Im März stellte die FDP im Thüringer Landtag sogar den Antrag, das Material zu "Traumberuf Chef'' aufzunehmen, Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft in Zusammenarbeit mit dem FDP-geführten Bundeswirtschaftsministerium und vom Universum Verlag vertrieben.
Der Antrag scheiterte, sogar die CDU distanzierte sich, und der SPD-Abgeordnete Peter Metz stellte fest: "Es grenzt an Dummheit, einenderartigen Antrag in diesem Haus vorzutragen.''
Philip Ruth
(Quelle: SPIEGEL Nr. 18/03.05.2010, Seite 32-33, Birger Menke)
Sa
08
Mai
2010
Erst kürzlich endete der Elektroauto Gipfel mit dem waghalsigen Versprechen bis 2020 muss es auf Deutschlands Straßen 1 Millionen Elektroautos geben. Die Bundesregierung versucht sich auch hier
einen "grünen" Anstrich zu geben, will es aber bei dem Anstrich belassen!
Passend zu den gestrichenen Ausgaben für den Klimaschutz (siehe Artikel "Mutti Erde" war gestern) täuscht die Regierung auch hier nur vor etwas für den Umweltschutz zu tun. Reine Elektroautos
sind nicht nur teurer als Autos mit Verbrennungsmotor, nein sie verbrauchen in der Herstellung mindestens genauso viel Energie wie herkömmliche Autos. Dass die Automobilindustrie auf der Messe
laut nach Subventionen für die teureren Autos schreit ist blanker Hohn. Mit Elektroautos geht es den Automobilkonzernen um ein reines Imageaufbessern, das sie sich auch noch von der
Bundesregierung bezahlen lassen wollen. Ein Elektroauto ist erst dann nachhaltig und umweltverträglich, wenn es den verbrauchten Strom selbst erzeugt (durch Solarzellen z.B.). Solange der Strom
aus der Steckdose kommt, macht es keinen Unterschied, ob wir fossile Brennstoffe direkt im Auto verbrennen oder indirekt in den Kraftwerken. Die Devise kann also nur lauten: stärkt die
Hybrid-Technik solange alles andere noch nicht ausgereift ist! Von mir aus auch mit Subventionen, nur sollten wir nicht vergessen, dass die Automobilindustrie diese in letzter Zeit zu Genüge
erhalten hat (ABWRACKPRÄMIE!). Wir sollten uns also überlegen, ob wir die Konzerne auch noch dafür belohnen, dass sie längst überfällige Forschung und Technologiefortschritte verpennt
haben...
Denn lange vor der blue efficiency Serie von Mercedes oder der "efficient dynamics" Serie von BMW konnten wir hier in Deutschland den Toyota Prius oder Autos der Firma Lexus mit erstaunlich
ausgereifter Hybrid-Technik kaufen.
Ivo H.
Sa
06
Mär
2010
Sie lässt sich gerne von der BILD-Zeitung als die Klimakanzlerin und "Mutti Erde" bezeichnen. Doch jetzt dürfte auch dem letzten BILD-Redakteur klar sein, dass das alles nur ein Etikettenschwindel ist. Es ist schon länger bekannt, dass Angela Merkel für ihr Kanzleramt Billigstrom mit hohem CO2-Ausstoß bezieht. Jetzt hat man im Zuge der Haushaltsberatungen ein Versprechen gebrochen, das auf dem Klimagipfel vollmundig vorgetragen wurde: Statt wie versprochen 420 Mio. Euro stellt Deutschland nur noch 70 Mio. Euro zusätzlich für Klimaschutz in Entwicklungsländern bereit. Wahrscheinlich werden die übrigen 350 Mio. Euro von der schwarz-gelben Bimbesregierung wieder für neue Regierungspöstchen und Steuergeschenke verschwendet. "Mutti Erde" war gestern, jetzt kommt "Mutti Mövenpick".
S.G.
Fr
05
Mär
2010
Hier gibt es den aktuellen politischen Bericht von dem Fraktionsvorsitzendem im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier. Darin geht es um die Sponsoring-Affären der CDU, die Steuersünder-CD, sowie die geplante Kopfpauschale der schwarz-gelben Bimbesregierung. Viel Spaß beim Lesen!
Mo
12
Okt
2009
...für alle die vergessen haben, was Atomkraft auch weiterhin immer
bedeuten wird.:
eine Gefahr, die, auch wenn die Technologie immer besserer wird, nie
sicher vor menschlichen, technischen oder klimatischen Fehlern sein
wird, erst recht nicht vor terroristischen Anschlägen sicher ist, vor
denen sonst ja immer alle Angst haben, wenn Sicherheit plötzlich groß
geschrieben wird,
wenn sie Online-Durchsuchungen von Privatcomputern rechtfertigen,
Kfz-Kennzeichen-Erfassungen befürworten oder genetische
Fingerabdrücke forden, die AKW-Laufzeiten aber verlängern wollen,
erinnert euch.:
Yannik
Mo
08
Jun
2009
Keine „Neue Chance" für Riegelsberg? - Und ob! Klaus Häusle macht's!
Nach Neunkirchen, Rehlingen-Siersburg, Namborn und Schmelz steht zu später Stunde fest:
Auch der Rieglesberger SPD-Kandidat entscheidet die Bürgermeisterwahl für sich und kann nun das Amt seines Parteifreundes Lothar Ringle übernehmen...
Leider sind die Genossen bei der Europawahl hinter ihren Erwartungen geblieben, der Wahlerfolg bei den Kommunalwahlen aber stärkt vor allem die SPD-Saar, die zwar, wie in Saarbrücken im Stadtrat kleinere Verluste verkraften muss, sich aber im direkten Vergleich zum großen Kontrahenten CDU als Gewinner betrachten darf.
So hielten sich die Stimmenverluste - trotz Einzug der Linkspartei mit zwei-stelligen Ergebnissen, in Grenzen, was den Genossen Rückenwind für die anstehende Landtagswahl im Herbst verschafft Während
die CDU ihr mageres Abschneiden optimistisch als „eindeutiges Signal für Schwarz-Gelb" wertet, kann sich - so unverständlich das auch sein
mag, die FDP, als eindeutiger Gewinner der Europa -und Kommunalwahlen ausrufen.
Hartmann und Co haben anscheinend nicht nur im Christlich-Konservativen-Lager gefischt. Und so helfen auch leider Stimmen aus der Familie wie „tja es regnet, da gehen die SPD-Wähler nicht zur Urne"
nicht. Das positive Resumé von (Noch-)Ministerpräsident Peter Müller, die Saarländer hätten gezeigt, dass sie eine Bürgerliche Regierung wollten, ist dennoch mehr Galgenhumor als seriöse Wahlanalyse.
Im Gegenteil: Gerade im Saarland hat sich die SPD, entgegen den Prognosen, als politischer Motor der Region behauptet.
Zudem sprechen die Erfolge, stärkste Kraft im Stadtrat und Regionalverband zu bleiben, sowie die Favoritenrolle Peter Gillo's in der Stichwahl für das Amt des Regionalverbandsdirektors, ebenso für
ein starkes Comeback aus dem Umfragetief, wie Erfolge bei den
Kommunalwahlen und suggerieren, das Saarland will sozialdemokratisch, umweltbewusst und Kinderfreundlich regiert werden.
Die Jahre Müller gehen weniger euphorisch zu Ende, kaum ein Arbeitnehmer vergießt nur eine Träne und für den Slogan „Saarland - ein
Aufsteigerland", bleibt ,angesichts der bundesweiten Rekord-Kurzarbeit, nur noch Spott übrig. Grundschulschließungen, Lehrstellenabbau, verschlafene Arbeitsmarktreformen und der G8-Murks haben bei
den Arbeitnehmern Spuren, den saarländischen Schülern Narben und bei Müller, Jacoby und Schreier selbstgefällig Zufriedenheit (wieso?) hinterlassen.
Der Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Heiko Maas, blickt dem Dauerwahlkampf zuversichtlich entgegen. Hoffen wir, dass die Wunden schnell heilen, unser Bundesland wieder auf eine
sozialdemokratisch geführten Regierung zusteuern darf und rückblickend auch wirklich nur eine Narbe bleibt. Was aber, wenn Wunden nicht so leicht verheilen, wenn
das Lehrpersonal abgewandert, die Kurzarbeit Regel, die Bergbauschächte dicht sind?
Es bleibt die Zuversicht!
Außerdem ist es jetzt geboten, das Negative hinter sich zu lassen, das Positive des Wahlsonntags zu schätzen und einer anderen Stärke der Genossen nachzugehen: Dem Feiern.
Klaus ist im Rathaus, zusammen mit Linke und Grüne ist auch der Gemeinderat farbenfroh gemischt und die Riegelsberger FDP muss sich eine Schlappe eingestehen. Es kann nicht alles auf Einmal klappen.
Der Wahlkampf hat erst begonnen. Die Zuversicht wächst!
Yannik
Fr
05
Jun
2009
Nach zwei erfolgreichen Amtsperioden tritt der Amtsinhaber Lothar Ringle nicht noch einmal an. Jetzt heißt es: Klaus Häusle macht's!
Der studierte Soziologe und Erziehungswissenschaftler möchte am Sonntag, dem 07. Juni, gerne das Amt seines Vorgängers und Parteigenossen übernehmen und zusammen mit der Ortsvorsteherin Monika Rommel
"das Begonnene fortführen", wobei wir ihn mit Kräften unterstützen und ihm alles Gute wünschen...
Klaus ist der Richtige für Riegelsberg! Der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat hat sich durch sein Engagement in der Gemeinde bereits einen Namen gemacht. Um sich den Bürgern und Bürgerinnen auch persönlich vorzustellen hat er die Hausbesuche ins Leben gerufen; eine Idee, die auch im konservativen Lager so großen Zuspruch fand, dass das gleich adaptiert wurde.
Und wenn noch immer Fragen offen bleiben, steht am Riegelsberger Markt sogar ein Bürgerbüro bereit. Die Riegelsberger SPD steht für konsequentes und Bedachtes Handeln.
So hat der Bürgermeisterkandidat sich auch für den Saarbahnstart stark gemacht, sodass die Saarbahntrasse, spätestens ab dem 26. September, bis zur vorläufigen Endstation in Walpershofen ihren
Betrieb aufnimmt.
Wir Jusos wünschen unserem Kandidaten alles Gute und drücken ihm für Sonntag die Daumen.
Glück auf, wenn es am Sonntag mehr denn je heißt: Klaus Häusle macht's!
Yannik
Fr
05
Jun
2009
Wie ich jetzt stolz verkünden darf ist die Homepage soeben „fertig" gestellt worden :-)
Zudem war ich heute sehr über eine angebliche Infiltrierung der SED nach den Kommunalwahlen mit Hilfe der SPD überrascht...so zumindestens deute ich die Aussage der Riegelsberger CDU in ihrem Blättchen „Riegelsberger Journal - Juni 2009". Werd mir das gleich noch genauer anschauen und dazu einen genaueren Eintrag veröffentlichen.
Felix
Do
04
Jun
2009
Hi,
es ist fast geschafft. Mit der Aktualisierung der Homepage auf den Beta 3 Status, hab ich nun endlich auch einen Blog hinzugefügt.
Ab sofort kannst du hier Artikel über die momentane Lage bzw. Ereignisse in Riegelsberg finden.
Hab keine Scheu deinen Senf dazuzugeben!
Felix